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Integrative Gesundheitsförderung – Erstes Semester

Die Eindrücke und Angaben beziehen sich auf das Wintersemester 2008.

Mit viel Erwartung sind wir in das Studium gestartet. Alles ist neu an dieser Hochschule. Wir versammeln uns in einem Eckzimmer und lernen zum ersten Mal unsere Mitstudenten, Professoren und die höheren Semester kennen, die für uns Kennenlerntage vorbereitet haben.

Nach einer Vorstellungsrunde, Info durch die höheren Semester und allgemeinen Einführung ist der erste Tag schon schnell zu Ende. Am Abend findet dann in der Innenstadt ein ‚SpeedDating‘ statt, bei dem wir uns untereinander und die Professoren kennen lernen können.

Die Tage starten dann die regulären Vorlesungen, zu denen man ein Skript ausgedruckt erhält. Neben Stiften und einem wachen Geist braucht es nicht mehr viel für das Studium.

Gesundheit I

Beinhaltet:

  • Grundlagen aus Biologie, Physiologie und Anatomie
  • Grundlagen der Gesundheitsförderung
  • Sozialmedizinische Grundlagen
  • Grundlagen von Public Health / Gesundheitswissenschaften
  • Grundlagen der Epidemiologie (neu)

Wie der Name und die Module vermuten lassen, geht es darum, ein Grundverständnis für Gesundheit und den Körper, Aufbau des Gelenk- und Muskelsystems zu gewinnen und Grundlagen für das Medizinwesen und die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu erhalten.

Alles in allem waren das lehrreiche Inhalte.

Wellness I

Beinhaltet:

  • Grundlagen von Wellness
  • Medizin und Wellness

Wie und wo grenzen sich Medizin und Wellness voneinander ab, wo finden sich Gemeinsamkeiten. Was hat es mit Medical Wellness auf sich. Welche geschichtlichen Hintergründe gibt es und warum ist Zahnersatz im Ausland billiger als in Deutschland. Warum reisen Deutschen in den Ostblock und machen Urlaub + Zahnerneuerung und warum fliegen Scheichs zur medizinischen Behandlung nach Deutschland. Diese und andere Inhalte waren Gegenstand dieser Modulkombination.

Tourismus I

Das Modul besteht aus den Grundlagen des Tourismus. Hier passen die Inhalte aus dem vorigen Modul mit hinein, wenn es generell um das Thema Reisen + Gesundheit geht. Leider ist die Verknüpfung zwischen den verschiedenen Modulen und die Absprache zwischen den Dozenten nicht überall zu 100% gegeben, so dass man nicht direkt auf den Inhalten einer Vorlesung in einem anderen Modul aufbauen kann. Andererseits ergeben sich so zum selben Thema andere Blickwinkel, wenn ein Dozent neue Aspekte zum selben Thema bringt.

Tourismus I führt uns aber auch in den Gesundheitstourismus ein und wie Reiseanbieter auf das wachsende Gesundheitsbewusstsein, die Silver Ager und LOHAS eingehen.

Betriebswirtschaft I

Besteht aus:

  • Rechnungswesen
  • Finanzierung und Investition

Wer sich fragt, was Betriebswirtschaft in einem Gesundheitsstudium zu tun hat, ist nicht allein. Nahtlos alle haben sich das zu Beginn gefragt. Was macht Buch- und Unternehmensführung im Bereich Gesundheit? Welchen Vorteil bringt es, wenn man Buchungssätze verstehen kann, Bilanzen lesen kann und den Cashflow berechnen kann?

Die spannenden Antworten darauf haben wir erst nach Abschluss des Studiums erhalten, denn die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zählten mit zu den wertvollsten, die das Studium vermittelt hat. Im Unternehmen ist ein betriebswirtschaftliches Verständnis immens wichtig und besonders wenn es darum geht, Gesundheitsmaßnahmen zu planen, muss die finanzielle Komponente mit berücksichtigt werden. Auch für die selbständige Arbeit findet sich hier wertvolles.

Auch, wer noch keinen Kontakt zu BWL hatte oder wem es zuwider ist oder es zunächst anzweifelt – es ist ein wichtiger Baustein für das Studium und weit darüber hinaus.

Wahlfremdsprache I

Französisch oder Spanisch

Erfahrungsgemäß sind die meisten Studenten in Spanisch und hier gibt es deshalb auch immer zwei Gruppen, während Französisch nur in einer Gruppe stattfindet. Französisch ist meist am Nachmittag, während Spanisch feste Zeiten im Studenplan hat.

Für die Sprachen muss man sich separate Bücher zulegen. Leider ist es klassische Sprachenvermittlung, die keinerlei Sprachgefühl vermittelt und auf Vokabeln und Grammatik setzt.

Wer mit der Birkenbihl Methode vertraut ist, sollte unbedingt damit das Lehrmaterial bearbeiten oder seine Wahlsprache direkt vorher oder parallel lernen und die Prüfungen dann so schreiben.

Links zu Birkenbihl Sprachkursen auf Amazon:

Vorteile der Birkenbihl Methode sind:

  • Vokabeln pauken ist verboten (und unnötig)
  • Grammatik ist unnötig (aber erlaubt, wer daran Spaß findet)
  • 80% Zeitersparnis gegenüber regulärem Sprachenlernen
  • die Kurse sind ab ca. 10,- Euro erhältlich
  • vermitteln Sprachgefühl
  • lassen die Wahl, was wie gelernt werden möchte
  • man lernt die Zielsprache verstehen und in ihr zu denken und kann danach entscheiden, ob man auch lesen, schreiben, sprechen lernen möchte – ganz wie ein Kind
  • muttersprachliche Sicherheit und Sprachverständnis stellen sich ein
  • keine Qual
  • Spaß

Fazit

Das erste Semester ist relativ einfach und gemäßigt. Man steigt ein, lernt sich und die Inhalte kennen, schreibt erste Prüfungen und alles geht seinen Gang. Alles ist wunderbar schaffbar und die Grundsteine sind gelegt.

Aber: es sind Grundsteine. Das ganze Studium über wird ein Fundament geschaffen, aber für die Praxis draußen muss man sich darüber hinaus weiter fortbilden. Das Studium wird einen nicht zum Fachmann machen. Es liefert die Basis, selbst weiter bauen zu können. Das erste Semester liefert die ersten Steine.

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