Ball-kun präsentiert:

Ball-kun in Brüssel

Ball-kun in Brüssel

Ich bin mit Ball-kun nach Brüssel gefahren.

Ball-kun ist mit mir nach Brüssel gefahren. Ich musste wegen des Studiums dort hin. Ball-kun hat gesagt, er fährt eh dahin und kann mich mitnehmen. Aber dafür muss ich das Zugticket bezahlen. Und die Verpflegung. Und das Hotel. Eigentlich alles. Und dann sind wir also nach Brüssel unterwegs gewesen.

Als erstes war ich am Bahnhof und wollte mich setzen, doch: den letzten freien Platz musste natürlich Ball-kun für sich beanspruchen. Da war dann einfach kein Platz mehr für mich und so musste ich stehen. „Tut deiner Figur muht“ hat Ball-kun gemurmelt. Na, der wird schon wissen, was er sagt.

Das Warten hat Ball-kun zu lange gedauert, also hat er sich am Bahnsteig umgesehen. Dabei hat er eine Menge interessanter Knöpfe und Stellschrauben gefunden – und wie es sich für einen ordentlichen Ball gehört, hat er natürlich mal alle Knöpfe gedrückt. Wird schon schief gehen!

Sichtlich muhfrieden betrachtet Ball-kun sein Werk und klopft sich stolz auf die Schulter. Ich weiß zwar bis heute nicht, wie er das gemacht hat, aber er sagt „das geht“ und „du sollst nicht so viele Fragen stellen“, also hab ich ihn gewähren und sich in seinem eigenen Glanz sonnen lassen.

Doch welcher Ball wäre jetzt schon fertig? Nein, nein: Ball-kun war noch lange nicht ausgelastet genug und hat sich zuerst mal einen Kofferwagen angeschaut. „Könnten ja Münzen drin sein“. Hat er recht. Waren nur leider keine Münzen drin. „Gib mir Münzen“ hat er gesagt. Da musste ich ihm Münzen geben. Nicht für den Kofferwagen – für ihn!

Dann wollte er mit dem Wagen herumfahren, also was macht man als Schnitzel? Man fährt mit dem Ball durch die Gegend. Ball-kun hat sich ganz fest verbissen „Eisen ist muht für die Zähne“ hat er gesagt. Aber doch nicht, wenn man drauf beißt?!

„Von nichts hast du eine Ahnung“ hat er mich angemault und so hat er weiter auf den Wagen eingebissen.

Und weil der Wagen ihm nicht gehorchen wollte, hat er ihm anschließend die Kette langgezogen. Ball-kun sagt, die Kette wäre um 0,00000002 µm länger geworden durch sein kräftiges Ziehen und dass ich das gefälligst würdigen soll, weil sonst jeder erkennt, was für ein Ignorant ich bin, also habe ich Ball-kun kräftig gelobt und so konnten wir in den ankommenden Zug einsteigen.

Dort hat er erst einmal ins Kissen gebissen, weil doch „Eis“ drauf stand. Und es hat so bläulich ausgesehen, wie… wie… … wie Eis halt! Er wollte erst loslassen, wenn er sich sattgegessen hat, aber dann hat er festgestellt, dass es gar kein Eis ist und mich zur Rede gestellt, wie ich ihn in so eine gemeine Falle tappen lassen kann! Oder schlimmer: ich hab das mit dem Zugpersonal abgesprochen, um ihn zu demütigen. Aber dann hat er doch gelacht und gesagt, dass das ein toller Schabernack war. Und er natürlich von Anfang an Bescheid wusste. Ich habe ihm nicht widersprochen.

Als er dann nach oben ans Kissen gehüpft ist, hat er mir zeigen wollen, wie man so ein Kissen benutzt. Zuerst muss man sich ziemlich in der Mitte positionieren…

…dann kann man es sich so richtig kuschelig machen…

…und den Rest der Zugfahrt genießen. In vollen Zügen genießen also. Ha ha. Ich hab gelacht, weil Ball-kun mich sonst geschlagen hätte.

Aber was ist eine Zugfahrt ohne Bildung?! Also hat Ball-kun angefangen, Zeitung zu lesen. Deshalb konnte ich nicht reinschauen. Und Ball-kun hat mich dann gefragt, warum ich nichts lese. Wahrscheinlich hat er nur die Witzeseite gelesen. Aber das würde er nie zugeben.

In Brüssel angekommen war es gar nicht so leicht, zum Hotel zu kommen, doch eine freundliche Frau hat uns im Taxi mitgenommen. Also, sie hat Ball-kun mitgenommen, aber ich musste das Gepäck tragen. Also durfte ich mitfahren. Im Kofferraum.

Schließlich im Zimmer war Ball-kun so erschöpft, dass er sich gleich mal das Bett geschnappt hat.

Wo ich denn jetzt schlafen wolle, hat er mich gefragt. Schließlich sei das sein Zimmer. Und er liegt ja jetzt schon im Bett. Und bräuchte seinen Schönheitsschlaf. Also hab ich Ball-kun schlafen lassen. Irgendwann hat er mir gesagt, dass ich ruhig in das andere freie Bett kann, weil ich muss ja auch fit bleiben, um ihn in Brüssel herumzutragen. Also durfte ich doch auch noch schlafen.

Tja, was hab ich in Brüssel gelernt?

Ich war die meiste Zeit am CCL, dem „Center for Creative Leadership“ und habe mich mit Kreativität, Kreativitätstechniken, Ideenentwicklung und all solchen Dingen beschäftigt; aber Ball-kun hat gesagt, das brauche ich alles nicht: solange er bei mir ist, wird er mir immer genügend Einfälle einflüstern.

Und ich habe gelernt, dass ein Ball immer recht hat und sehr genügsam ist. Wie man ja sehen konnte. Ich bin schon gespannt auf unsere nächste Reise.

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