Multimedia und Kommunikation – Modul 11

Und wieder ein Highlight-Modul.

An der Hochschule Ansbach gibt es den Studiengang Multimedia und Kommunikation, abgekürzt MuK und auf dem Campus gerne leicht spöttisch als „Malen und Kleben“ verschrien.

Kein Wunder – sind die Studenten doch regelmäßig am sich ausprobieren, Neues erschaffen, basteln und aufzeichnen. Denn hier wird viel mit der Kamera gearbeitet und so müssen Kulissen erstellt und Kostüme herbeigezaubert werden. Ideen für Filme und Interviews geschaffen werden und anschließend wartet natürlich die Umsetzung.

Das Modul bestand für uns aus zwei Teilen:

Der erste Teil unter Federführung des Studiengangsleiters Martin Feldmann, der selbst Inhaber einer der ältesten Werbeagenturen Deutschlands ist (Feldmann Media Group). Von ihm lernten wir, Imagefilme zu sehen und zu verstehen. Die Botschaft eines Imagefilms zu erkennen. Die Qualität eines Imagefilms zu bewerten. Gute und schlechte Filme zu unterscheiden.

Und Imagefilme zu planen. Sowohl inhaltlich, als auch budgetmäßig. Wir bekamen das Rüstzeug, um Filme (im Ansatz) zu verstehen, Werbung besser zu durchdringen, die eigene Marktposition und das Markenimage anhand eines Imagefilms zu präsentieren und diesen von den Kosten her einzuschätzen und selbst zu kalkulieren.

Dementsprechend sah die Prüfung auch ähnlich aus. Was haben wir gelernt, was können wir umsetzen. Sind wir in der Lage aufgrund einer Budgetvorgabe einen Imagefilm mit den vorhandenen Mitteln zu konzipieren? Diese und weitere Fragen erwarteten uns als Teil der Prüfungsleistung dieses Moduls.

Bis wir zu Teil 2 kamen.

Hier ging es zuerst ein wenig theoretisch zu und wir wurden von einer ehemaligen Fachfrau mit Fernseherfahrung und Professorin an der Hochschule Ansbach in einige der Grundlagen von Film und Fernsehen eingeführt.

Bevor es dann ins hauseigene Filmstudie der HS Ansbach ging.

Dort lautete unsere erste Aufgabe: eine Minute frei vor der Kamera zu einem Thema unserer Wahl zu reden.

Dabei sollten wir einerseits die Scheu verlieren (oder erfahren), vor der Kamera zu sprechen und gleichzeitig, die Zeit einzuschätzen.

Hierbei bekam ich gleich Lob, sowohl von unserer fernseherfahrenen Professorin, als auch von den Mitstudenten: vor der Kamera wirke ich richtig gut. (wer hört sowas nicht gerne?!)

Bis zum nächsten Mal durften wir uns noch zwei Interviewsituationen ausdenken.

Einmal im Dreierteam sollte eine Person den Moderator darstellen, der zwei Interviewgäste im Studio hat, diese einführen, anmoderieren und das Interview führen einschließlich Abmoderation. Ich kann nur soviel sagen: wir hatten eine riesen Spaß. Das ganze ist sehr gut und professionell geworden und wir haben unsere Rollen fantastisch gespielt.

Der nächste Tag hielt dann die Prüfungssituation bereit: ein Interview mit einem Gast (Mitstudent, Thema abgesprochen) vor laufender Kamera. Kein zweiter Take. Die Aufnahme zählt. Wie in einem Liveinterview. Vermassle es und die Note leidet.

Nachdem alles eingeregelt wurde, wurde das Interview gedreht. Und ich darf sagen: wir haben das gerockt!

Es ging nicht alles ohne Problemchen ab, aber schlußends war es doch sehr gut und die Noten konnten sich sehen lassen.

Viel wichtiger aber war der authentische Einblick in ein Filmstudio und die echte Kameraerfahrung. Zwar nur im Trockendock, da die Aufzeichnungen nur für die Dozenten und uns waren und nicht veröffentlicht werden, aber doch ein sehr lebhafter und interessanter Einblick in die Welt von Film und Fernsehen.

Kann ich nur empfehlen.

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