Kreatives Management – Master of Business Administration

Du willst also etwas über KMA erfahren? Der MBA KMA (Kreatives MAnagement) ist definitiv anders. Mehr für Macher, Verrückte, Kreative, Bunte Vögel, Weitblicker. Und jeden, der die Welt verändern will.

Kennengelernt habe ich ihn durch eine gute Bekannte, Claudia Huber, die ich auf dem VIP Rhetorik Seminar von Matthias Pöhm kennen gelernt habe. Sie wurde als Dozentin an die Hochschule Ansbach berufen für das Modul Erlebnisorientiertes Präsentieren.

Ich lese den Hinweis auf Facebook, denke mir „was soll das denn sein, kreatives Marketing Management?“ (früherer Name des Studiengangs), klicke den Link, um mir die Webseite der Hochschule anzusehen. Ich habe mein Studium der Integrativen Gesundheitsförderung gerade erst abgeschlossen und will mal sehen, was dieses KMA denn so tolles bietet. Große Erwartungen habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht.

Es trifft mich wie ein Schlag.

Die auf der Webseite beschriebenen Inhalte des Studiengangs sind für jeden Menschen, der an Weiterentwicklung, Persönlichkeitsbildung und beruflichem Fortkommen wirklich interessiert ist, eine Offenbarung. Ich bin ohne Erwartung auf die Seite gekommen und lese gerade fast alles, was mich interessiert und was ich noch irgendwann lernen wollte gebündelt auf einem Haufen. In einem Studiengang, der mit einem Master of Business Administration abschließt. Mich juckt es in den Fingern. Was soll’s denn kosten?

Die Kosten

3.750 Euro. Pro Semester. Will die Hochschule Ansbach von mir. Bei 4 Semestern macht das schlappe 15.000 Euro plus Fahrtkosten plus Lernmaterial plus Bücher plus Extras. Ich muss mir das selbst finanzieren. Da überlegt man zweimal. Aber das Angebot ist verlockend. Es kann nicht schaden, sich bei der Studiengangsleitung zumindest zu melden und einen Tipp zu einem Modul zu geben, welches mir in einem Studiengang, der sich Kreativität verschrieben hat, noch fehlt: der Kreativen Innovationsstrategie, bzw. der Widerspruchsorientierten Innovationsstrategie vom WOIS Institut aus Coburg.

Die Falle

Leider melde ich mich auch bei der Studiengangs-Sekretärin und hole mir Informationsmaterial. Ich bin schon in der Falle. Denn ich bekomme alle Informationen über einen möglichen Studienstart, fülle die Unterlagen aus und schicke sie zurück. Ich weiß noch nicht, wie ich das finanzieren werde, denn selbst mit einem halben Jahr Vorlaufzeit muss ich die nächsten zwei Jahre 625 Euro im Monat beiseite legen, um mir das Studium zu finanzieren. Wer einen Arbeitgeber hat, der ihm das Studium ganz oder teilweise finanziert, kann sich glücklich schätzen. Der Arbeitgeber allerdings auch, denn die Inhalte sind ein spürbarer Mehrwert.

Auf der Studiengangsseite wurden zu meiner Zeit noch andere Inhalte dargestellt, die sehr interessant sind. Diese haben sich während meiner aktiven Studienzeit etwas geändert und können sich auch zukünftig weiterhin ändern. Die Qualität der Inhalte wird sich damit sicher noch weiter verbessern.

Die einzelnen Module wie folgt:

1. Semester

Kreatives Marketing Management

Controlling & Business Excellence

CreaMatching – Rollen und Kompetenzen

Strukturierte Kreativität

2. Semester

CREA LEADER und Wertesystem

Intuition und Entscheidungsfindung

Mental- und Erfolgstraining

Erlebnisorientiert Präsentieren und Begeistern

3. Semester

Interkulturelles Management

Kunst und Design

Multimedia und Kommunikation

Kreative Systemische Analyse

Die Webseite des Studiengangs Kreatives Management gibt hinreichend fachlich überzeugende und lebendige Auskunft über die Zielsetzung, die Voraussetzungen und das besondere dieses Studiums.

Der Test

Besonders ist auch der Eignungstest, der im Einzelgespräch durchgeführt wird: neben Schätz- und Logikaufgaben gibt es eine Reihe von Fragespielen, fordernden Interviewsituationen und spannenden Kreativaufgaben. Nichts davon ist wirklich schwer – wenn man schon Berührungspunkte mit kreativem Denken hatte. Denn wirklich leicht sind die Aufgaben für reine Kopfmenschen wohl nicht. Und das finde ich ganz gut so, denn ein Studium des kreativen Managements soll Menschen und Führungskräfte beflügeln – und das geht nicht, wenn man nur im eigenen Kopf ist.

Der Eignungstest ist übrigens keine Aufnahmeprüfung im klassischen Sinne; es geht nicht darum, Bewerber auszusortieren, sondern den Menschen und seine Denkweise kennen zu lernen und zu sehen, wie er in die Gruppe passt, um eine sowohl ähnliche, aber vor allen Dingen auch unterschiedliche Gruppe zu gestalten. Es geht weniger um die Abfrage von Wissen, sondern um den Hintergrund und die Substanz des Teilnehmers. Zu sehen, wie er reagiert, wie er Probleme angeht, mit unerwarteten Situationen umgeht, was er „sieht“, in welchem Denkrahmen er eine Aufgabe löst.

Auf diesen Test kann man sich nicht mit Lernen vorbereiten, man muss ganz einfach man selbst und sich treu sein. Es wird niemand gering be- oder verurteilt. Aus meinem Verständnis heraus wird tatsächlich getestet, in welchem Umfang die Person aus dem Studium Nutzen ziehen kann, wie er zu den anderen Teilnehmern passt, um ein gutes Gelingen in den nächsten zwei Jahren zu gewährleisten und was er der Gruppe und dem Studium selbst mitgeben kann. Wie bereichert er die anderen?

Wegen des Aufbaus des Tests und aus Gründen der Chancengleichheit für alle Bewerber gebe ich deshalb keine Details zum Inhalt preis. Wenn du wirklich an den Inhalten interessiert bist und der Studiengang zu dir und du zu ihm passt, wirst du den Test auch bestehen.

Das Fazit

KMA ist geil. Und in jedem Fall empfehlenswert. Wenn dich die Informationen dazu spitz machen, solltest du dich anmelden – du wirst es nicht bereuen.

Die Studiengangsleitung freut sich über deinen Anruf.

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