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Integrative Gesundheitsförderung – Viertes Semester

Alle Erlebnisse und Angaben Stand Sommersemester 2010.

Das vierte Semester. Schon Halbzeit auf dem Weg zum Abschluss. Wird es wieder so fordernd wie im zweiten Semester?

Gesundheit III

Hier war der Fokus (vom Interesse her) und auch vom reinen Verständnis des Studiengangs das Hauptaugenmerk.

Entspannung

Wie schon im zweiten Semester haben wir einen kompletten Entspannungskurs als Teilnehmer erlebt und auch die darüber hinaus gehenden Informationen und Merkmale, um so einen Kurs selbst anleiten zu können. Damit dies auch wirklich gewährleistet ist, musste jeder sich eine Übung ausdenken oder recherchieren und dann dürchführen. Mittels Feedback und Selbstreflektion konnte man hier einen guten Einstieg in das Kurs leiten gewinnen. Zum Abschluss gab es wieder ein Zertifikat, dass man an dem Ausbildungskurs teilgenommen hat und kann derartige Leistungen also grundsätzlich anerkennen lassen. Sehr gut.

Bewegung

Hier wechseln sich Theorie und Praxis ab. Und wir erhalten einen Plan, wie man in nur 2 Wochen zum Läufer wird. Und ein Lauftraining für Faule. Und und und. Neben der Theorie geht es gleich an die Praxis: Laufen. Und dann werden zur Eingewöhnung „Spiele“ gespielt. Auf der Wiese im Freien werden uns verschiedene Spiele beigebracht, die helfen, dass Zielgruppen sich bewegen – und wir dürfen natürlich gleich ausprobieren. Im weiteren Verlauf des Semesters müssen wir uns Übungen ausdenken, für Aufwärmprogramm, Hauptteil (Kraft- oder Ausdauertraining, Balance etc.) und für den Cool Down. Wir erhalten viele Impulse, wie man ein Sportprogramm erstellen kann und dürfen – in Zusammenarbeit mit einem Jugendbeauftragten – die aktuellsten Sportgeräte testen, die er uns mitgebracht hat. Zu dem Zeitpunkt sind Waveboards und Slacklines immer noch relativ neu. Außerdem hat er Einräder dabei und noch viele weitere Sportgeräte.

Ach ja und jonglieren lernen wir in dem Modul auch.

Ernährung

Hier geht es an theoretische Grundlagen und die AID Ernährungspyramide. Leider. Gewisse, allgemein akzeptierte Grundlagen müssen wohl sein und es ist wichtig, dass man das lernt, was am Markt und von den Kassen akzeptiert wird. Und die Zeit reicht auch nicht, um noch andere Konzepte voll anzugehen. Aber die klassischen Ernährungspyramiden sind leider nur ein Baustein, eine mögliche Interpretation von Ernährung. Da gibt es noch so viel mehr: Ernährung nach Ayurveda, Blutgruppen (wenn auch umstritten), Rohkost (einige dieser Themen wurden in Gesundheit I schon angesprochen) und noch andere Ernährungskonzepte. Allerdings ist vielen auch die klassische Ernährungspyramide unbekannt und ergo startet man mit dieser und vertieft hier die Kenntnisse.

Außerdem wird hier aber auch noch gekocht! In der angrenzenden Realschule werden die Küchen in Beschlag genommen und verschiedene Gerichte zubereitet. Dank Fotoprotokoll kann man hier ein kleines Ernährungsbuch gestalten und nach Zielgruppen gliedern. Wieder ein Baustein für die (mögliche) spätere Arbeit. Zum Abschluss wurden die Mahlzeiten dann weggeworfen oder wahlweise im Lehrerzimmer deponiert. Oder auch nicht. Vielleicht wurden sie auch gegessen. Wer weiß das schon so genau?!

Tourismus II

Besteht aus:

  • Destinationsmanagement
  • Tourismuswirtschaft

In diesem Modul haben wir eine sehr engagierte Dozentin, die eine Menge von ihrem Fach versteht. Leider erschlägt sie einen mit zwei je 600 Seiten starken Skripten und es handelt sich mal wieder mehr um eine Vorlesung (wie in sehr vielen Fächern). Das Wissen ist echt, praxisnah und sie fordert den Transfer in andere Bereiche, möchte, dass wir mit- und weiterdenken.

Leider sind ihre Prüfungen ähnlich gestaltet und es reicht nicht, die Fragen (richtig) zu beantworten; wer hier keine Transferleistung bringt, keinen Übertrag in die echte Welt und eigene, neue Beispiele findet erhält nicht die volle Punktzahl. Und es reicht auch nicht, den vorgegebenen Platz auszureizen. Man hat den Eindruck, es müssen auch die Rückseiten plus Zusatzblätter vollgeschrieben werden, damit das Lernziel erkennbar erreicht wurde. Vielleicht trübt mich auch hier nur die Erinnerung, aber diese Prüfungen waren gefürchtet, weil man nie wissen konnte, ob man ausreichend vorbereitet ist. Nicht nett.

Betriebswirtschaft IV

„Jetzt reicht’s langsam!“ haben wir damals gesagt, bevor wir später feststellen durften, dass BWL doch sehr wertvoll war. „Gequält“ wurden wir damals mit diesen Inhalten:

  • Personal und Führung
  • Management

Hier ging es also dann um die höher gestellten Themen, was ist, wenn ich in verantwortlicher Position bin? Wie gehe ich mit anderen – und mit mir selbst – um? Was macht gutes Management aus, was ist überhaupt Führung? Dies und noch viel mehr durften wir in diesen beiden Modulen lernen.

Recht I

Allgemeines Recht ist an und für sich ein spannendes Thema… leider wurde es – meinem Empfinden nach – grauenhaft vermittelt. Ich hatte vorher in der Handelsfachwirt Fortbildung das Vergnügen, Kaufvertragsrecht von einem Richter am Sozialgericht Bayreuth lernen zu dürfen. Und das war ein echter Genuss! An dieser Stelle einen Gruß an Richter Zeitlmann, Sie sind und waren unser Lieblingsdozent an der Akademie Handel und haben sich jedes Lob redlich verdient.

An der HS hatten wir eine Rechtsanwältin einer Kanzlei, die uns dasselbe Thema vermitteln sollte. Obwohl sie selbst sehr nett war und den Stoff auch vermitteln konnte, fehlte doch die Lebendigkeit und Anschaulichkeit, die ich in Bayreuth erfahren hatte. Mit der Konsequenz, dass dieses Modul so keinen Spaß gemacht hat und bis auf unangenehme Gefühle hier nichts hängen geblieben ist. Von dem Wissen und den Beispielen aus Bayreuth zehre ich immer noch – das war eine erstklassige Vorführung.

Vielleicht hat sich aber die Art der Wissensvermittlung oder die Dozentin in Coburg inzwischen geändert. Das Thema Recht ist an sich nämlich sehr spannend und im Alltag auch sehr wichtig. Was schade war, ist, dass wir nicht auf das Heilmittelwerbegesetz eingegangen sind. Allerdings ist die HCVO auch erst die letzten Jahre richtig zum Thema geworden und so ist es möglich, dass es inzwischen Bestandteil an der HS geworden ist.

Arbeit II

Arbeitsfeld Gesundheitsförderung in der Region war eine spannende Veranstaltung. Auch genannt „Ringvorlesung“ präsentierte sich uns wöchentlich ein neuer Gesundheitsdienstleister (von Selbständigen über Gesundheitszentren und Dienstleistern etc.) und stellte seine Arbeit vor. Einerseits kann man damit einen Einblick gewinnen in das, was draußen am Markt so gemacht und auch nachgefragt wird.

Andererseits kann so jede Woche eine neue Kleingruppe in der Folgewoche über den Dozenten der letzten Woche referieren und das Gesagte überprüfen und anreichern. So entsteht ein tieferes Auseinandersetzen mit der Materie und dem Stoff. Und die Dienstleister können sich präsentieren und erhalten so ggf. Praktikanten oder neue Mitarbeiter. Win-Win.

Fazit

Das vierte Semester ist voller als das dritte, aber nicht so stressig wie das zweite. Es gibt viel zu tun und die Bereiche werden dichter und überlappen auch etwas mehr als vorher. Das Wissen verdichtet sich. Alles in allem ganz okay. Auch trotz der stressigen Tourismusprüfung.

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