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Integrative Gesundheitsförderung – Bachelor of Science

Allgemeines

Integrative Gesundheitsförderung ist der Name eines Studiengangs an der Hochschule Coburg. Das Studium wird dem Bereich „Soziale Arbeit und Gesundheit“ zugeordnet und dauert 3,5 Jahre. Von diesen sieben Semestern (Start zum Wintersemester eines Jahres) ist das fünfte ein Praxissemester, in dem die Studierenden in einem Betrieb Kenntnisse erwerben und ihr Wissen unterbringen sollen.

Der Studiengang hat eine recht kleine Teilnehmerzahl, obwohl sehr viele Bewerbungen vorliegen. So starten im Schnitt jedes Wintersemester 50 Personen ihr Studium, um einen Abschluss als „Manager für angewandte Gesundheitswissenschaften“ zu erwerben. Aufgrund der um einiges höheren Bewerberzahl liegt ein entsprechender Numerus Clausus vor, der im oberen Bereich angesiedelt ist. Bewerber müssen also über vorhandene gute Noten, ausreichend Wartezeit oder eine Kombination aus beidem auf einen Studienplatz hoffen.

Frauenquote

Im Studiengang IGF, wie er abgekürzt heißt, herrscht eine immens hohe Frauenquote. Über 90% der Studenten sind Frauen. Das ist angesichts der Studienrichtung und -inhalte nachvollziehbar, birgt aber natürlich einige Probleme. So bilden sich recht schnell Gruppen, die teilweise in Projekt- und Gruppenarbeiten durcheinander gewürfelt werden, was nicht immer für Gegenliebe sorgt und auch die Integration der wenigen Männer im Studiengang ist nicht immer ideal. Dessen ungeachtet herrscht neben den üblichen Zickenkriegen eine recht gute Lernatmosphäre.

Stundenplan

Der Studiengang ist aufgrund seiner Größe etwas anders gestrickt als ein „gewöhnliches Studium“. So sind alle wesentlichen Fächer einheitlich wie in einem Stundenplan für die Studenten vorbereitet. Eigenverantwortlich die passende Fächerkombination suchen oder sich die Vorlesungen zurecht legen, sich rechtzeitig in die notwendigen Vorlesungen einschreiben oder ähnliches entfällt. IGF-Studenten bekommen einen fertigen Plan mit allen relevanten Inhalten. Darüber hinaus kann man sich natürlich in separate Fächer einschreiben, um zusätzliche Erfahrungen und ECTS zu sammeln. Was nicht notwendig ist, aber für das weitere Leben empfohlen wird.

Professoren

Die Professoren und Lehrbeauftragten im Studiengang sind durch die Bank fähig. Die Dozenten bemühen sich in aller Regel um eine ordentliche und lehrreiche Veranstaltung. Es lässt sich nicht vermeiden, dass einige Vorlesungen wörtlich zu verstehen sind: als vorlesen dessen, was ein Beamer an die Wand projiziert. Dies ist eine Schwäche, die aber nicht exklusiv auf IGF zutrifft, sondern generell im Schul- und Universitätskörper anzutreffen ist. Das macht es nicht besser und zeigt eine generelle Schwäche unseres Schul- und Ausbildungssystems auf, soll aber hier jetzt nicht Thema sein.

Die Professoren sind in aller Regel keine Anfänger und haben sich ihre Position zu Recht verdient. Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass man im Laufe des Studiums immer wieder an dem ein oder anderen Dozenten zweifelt, Dinge besser weiß oder anders sieht. Das System ist nicht perfekt. Aber das darf auch nicht erwartet werden. Die Dozenten im Studiengang IGF arbeiten in der Regel nicht wegen eines Gehaltsschecks, sondern aufgrund dem Interesse am Lehren. Zumindest will ich das unterstellen. Mir ist zumindest kein Dozent vorgekommen, der merkbar leidenschaftslos seine Vorlesung gehalten hat. Das Team der Professoren ist dabei auch verhältnismäßig jung – für Hochschulprofessoren.

Fähigkeiten

Das Studium liefert, trotz einiger Bedenken, die sich während des Studiums so herausbilden, alle wesentlichen Punkte für einen guten Berufsstart. Man darf dabei jedoch nie vergessen, dass das Studium eine Grundlage bildet, ein Fundament. Auf dieses muss man selbst und ständig aufbauen. Andernfalls sind die Chancen am Arbeitsmarkt, der sowieso nicht wirklich auf einen (IGF-)Absolventen wartet, nicht rosig. Das ist wie beim Hausbau: nur ein Fundament möchte ein Bauherr nicht kaufen, wenn er eine Immobilie sucht. Er möchte etwas besonderes. Einen kompletten Aufbau aus Holz, ein Haus mit verspielten Extras, eine topmoderne Wohnung oder vielleicht einen Wolkenkratzer. Das Fundament liefert das Studium, die Extras muss man selbst einbringen. Zum Beispiel durch lernen neben dem Studium anstelle von Partys.

Partys

Partys finden regelmäßig statt, z. B. die Mensapartys. Hier kann sich der hart arbeitende Student austoben und neue Leute abseits des eigenen Studiengangs kennen lernen. Wer jedoch nach der Vorlesung nichts mehr tut und mehr an den Partys interessiert ist als am hinzulernen, nachbereiten des Stoffs, vorbereiten (damit man in der Vorlesung Fragen stellen kann, die einen weiterbringen) für die nächsten Vorlesungen und der separaten Weiterbildung, der wird eben keine Extras bieten können und nach dem Abschluss nicht zwingend glücklich sein, wenn die Qualifikationen nicht ausreichen sollten oder extrakurrikulare Tätigkeiten fehlen, die den Ausschlag für eine Anstellung gegeben hätten. Das soll nicht heißen, dass man ohne diese weitere Fleißarbeit keinen Job bekommt oder dass man nicht trotz großem Einsatz abgelehnt werden kann. Es geht einfach darum, wie man seine Zeit verbringt und welches Ziel man sich nach dem Abschluss gesteckt hat – und was man dafür zu tun bereit ist.

Natürlich kann nicht jeder die Zeit frei einteilen und viele Studenten müssen neben der Uni arbeiten, um sich Studium und Unterhalt finanzieren zu können. Man darf also weder den einen noch den anderen Studenten über einen Kamm scheren. Eine Warnung sei trotzdem ausgesprochen: das Klinikum Coburg ist kein Fan der Mensapartys an der Hochschule Coburg, da sie regelmäßig mehrere Alkoholleichen abzuholen haben, die an Hochschule und in der Klinik für sehr viel Ärger sorgen. Es kam schon zu vielen sehr unerfreulichen Fällen für die Studenten, die ihre Grenzen nicht erkannt haben. Obwohl auf den Mensapartys nicht die wilde Wutz abgeht ist die Stimmung und für viele auch der Alkoholpegel doch entsprechend hoch mit den denkbaren Folgen. Hier kann man Eigenverantwortung üben – und wer hier dergestalt über die Stränge schlägt, dass er nicht mehr Herr seiner Sinne ist kann nicht erwarten, wirklich für voll genommen zu werden.

Semesterwerksbeitrag

Der übliche Semesterwerksbeitrag fällt an. In diesem enthalten ist ein Ticket, mit dem man als Studierender die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Ein echt gutes Geschäft. Ansonsten fallen – außer Kosten für Lernmittel – keine Studiengebühren an.

Bafög

Natürlich kann man sich mittels Bafög fördern lassen. Das Studentenwerk Oberfranken hilft bei allen Belangen und ist direkt auf dem überschaubaren Campusgelände angesiedelt.

Wohnheim

Auf dem Gelände sind einige Wohnheime angesiedelt. Diese sind preislich relativ günstig. Irgendwo zwischen 200 – 250 Euro monatlich warm mit Internet. Dafür erhält man eine vollständig eingerichtete Wohneinheit mit Schlafcouch, Schreibtisch, Stuhl, Regal, Küche, Spüle, Nasszelle und Schrank. Mitzubringen sind eigene Einrichtungsgegenstände, Fernseher, Spielekonsole und Stofftiere.

Prüfungen

Die Prüfungen sind in den meisten Fächern schriftliche Prüfungen wie überall. Wer lernt, besteht im Regelfall auch. Hilfsmittel sind je nach Fach zugelassen. In einigen Fächern erfolgt die Prüfung auch durch ein Protokoll, eine mündliche und praktische Prüfung, ein Referat, eine Gruppenarbeit oder etwas ganz anderes. Alles schaffbar.

Semesterdauer

Semester, also quasi Halbjahr. Die genauen Zeiten stehen immer auf den Seiten der Hochschule. Prüfungen sind im Regelfall gegen Semesterende und danach beginnt die „vorlesungsfreie Zeit“.

Räume

Coburg ist nicht die neueste Hochschule, aber sicher auch nicht die älteste. Durch umfangreiche Neubaumaßnahmen sind viele neue Gebäude und Räume dazu gekommen und die Hochschule wird nach und nach wirklich sehr gut. IGF ist teils noch in alten Räumen mit zugange, was aber nicht stört und kein wirkliches Manko ist. Überall gibt es Beamer, Pulte, Tafeln und ausreichend Sitzmöglichkeiten. Gelegentlich sind die Räume auch nicht direkt an der Hochschule, sondern im angrenzenden Bereich oder in der Innenstadt.

Mensa

Klein, aber fein. Bietet genügend Platz, um die hungrigen Mägen der Studierenden zu füllen. Täglich: Salate, Currywurst, Schnitzel, Pommes. Wechselnde Gerichte reichen von Fisch über Braten hin zu Nudelgerichten und anderen abgefahrenen Speisen. Preislich extrem studentenfreundlich und lädt zum täglichen Verweilen ein.

Cafeteria

Direkt in der Hochschule im großen Aufenthaltsbereich anzutreffen, wo regelmäßig gelernt und gearbeitet wird. Bietet Früchtesalat im Plastikbecher, Knabbereien, Kaffee und belegte Brötchen. Im Regelfall immer gut.

Bibliothek

Ruhe bewahren. Außer in den Gruppenarbeitsräumen, hier darf auch diskutiert werden. Die Bibliothek ist ausreichend groß, man sollte sich seine Bücher aber rechtzeitig ausleihen und wieder zurück geben, da der Andrang gelegentlich groß ist.

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